{"id":75,"date":"2022-07-26T05:38:50","date_gmt":"2022-07-26T03:38:50","guid":{"rendered":"https:\/\/schreibmut.ch\/wordpress\/?p=75"},"modified":"2025-04-13T12:34:28","modified_gmt":"2025-04-13T10:34:28","slug":"finde-dein-grosses-warum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schreibmut.ch\/?p=75","title":{"rendered":"Finde dein grosses Warum"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-22 size-medium\" src=\"https:\/\/schreibmut.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/overthink-g9b933f3af_1280-300x215.png\" alt=\"Finde dein grosses Warum\" width=\"300\" height=\"215\" srcset=\"https:\/\/schreibmut.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/overthink-g9b933f3af_1280-300x215.png 300w, https:\/\/schreibmut.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/overthink-g9b933f3af_1280-1024x735.png 1024w, https:\/\/schreibmut.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/overthink-g9b933f3af_1280-768x551.png 768w, https:\/\/schreibmut.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/overthink-g9b933f3af_1280-900x646.png 900w, https:\/\/schreibmut.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/overthink-g9b933f3af_1280.png 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Wir alle haben grosse Tr\u00e4ume. Tr\u00e4ume, die sich gegenseitig ausschliessen. Klar, wir k\u00f6nnen diese Widerspr\u00fcche vereinen, indem wir die Planung in verschiedene Lebensabschnitte verteilen und so dennoch einige Gegens\u00e4tze ausleben d\u00fcrfen. Daf\u00fcr musst du aber eines tun: Finde dein grosses Warum.<\/p>\n<p class=\"leadText\">Unsere wirkliche Begrenzung ist der Faktor Zeit. Die Zeit verrinnt unerbittlich und zwingt uns, Priorit\u00e4ten im Leben zu setzen.<!--more--><\/p>\n<h2 class=\"style_h4\">Was will ich?<\/h2>\n<p>Mit dieser Frage f\u00e4ngt es an. Ich kann sie f\u00fcr mich nicht eindeutig beantworten. Mit Mitte Dreissig wurstle ich mich immer noch durch jeden Tag ohne einen Lebensplan. Schlimmer noch: Ich habe k\u00fcrzlich all meine Lebensziele erreicht. Deshalb d\u00fcmple ich ziellos vor mich hin und <a href=\"https:\/\/schreibmut.ch\/?p=16\">f\u00fchle mich wie ein Loser<\/a> mit einer grossen inneren Leere. Diese Leere kann ich nicht durch noch mehr vom Gleichen f\u00fcllen. Geld, gr\u00f6ssere Abteilung, Weiterbildungen, mehr B\u00fccher, Kleider, Essen, was auch immer.<\/p>\n<p>Es bleibt eine Leere, die gef\u00fcllt werden will. Und eine Frage, die ich mir immer wieder stelle, sobald ich an ein Hindernis gelange:\u00a0<b>Warum tue ich mir das an?<\/b><\/p>\n<h2 class=\"style_h4\">Das grosse Warum<\/h2>\n<p>Jedes Mal dasselbe Warum. Dieses Warum sollte ich wohl kl\u00e4ren. Wahrscheinlich sollte jeder sein Warum kl\u00e4ren, wenn er feststeckt. Schon der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche sagte: &#8222;Wer ein Warum hat, dem ist kein Wie zu schwer.&#8220;<\/p>\n<p>Die Hindernisse lassen sich besser \u00fcberwinden, wenn man eine feste Absicht hat. Die <a href=\"https:\/\/schreibmut.ch\/?p=363\">Reise<\/a> wird dann mit einer bestimmten Methode angegangen. Dies ist ein wichtiger Faktor: Unser Warum ist noch kein konkretes Ziel. Das Warum ist der zugrundeliegende Wunsch. An diesem Wunschbaum erbl\u00fchen Zielbl\u00fcten. Diese Ziele entwickeln sich erst mit der Zeit, wenn wir unser Warum kultivieren, hegen und pflegen.<\/p>\n<p>Und somit wird auch klar, warum die innere Leere bleibt, egal wie viele Ziele wir erreichen, die nicht mit diesem Warum \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n<h2 class=\"style_h4\">Wie finde ich mein Warum?<\/h2>\n<p>Die Antwort darauf ist nicht eindeutig. Immerhin ist jeder von uns ein Unikat. Damit ist ein Allerweltrezept nicht m\u00f6glich. Mit den folgenden f\u00fcnf Schritt kommt ihr eurem Warum auf die Spur und k\u00f6nnt dadurch euch selbst besser kennenlernen.<\/p>\n<h4 class=\"style_h4\">1. Identifiziere deinen Antrieb hinsichtlich deiner Ziele<\/h4>\n<p>Generell gibt es zwei Arten der Motivation: die intrinsische (innere) und die extrinsische (\u00e4ussere) Motivation.<\/p>\n<p>Damit du dein Warum finden kannst, \u00fcberlege dir, was dich antreibt, dein Ziel zu erreichen. Wenn du bei einem Ziel feststellst, dass du nur \u00e4usseren Antreiben folgst, dann ist das nicht dein eigenes Ziel. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch zu dieser Erkenntnis! Du darfst nun dieses Ziel ganz gen\u00fcsslich streichen. Die Arbeit f\u00fcr dieses Ziel war f\u00fcr dich vermutlich ohnehin anstrengend. Dieses Ziel willst nicht du erreichen, sondern jemand anderes hat dir das Ziel aufgeb\u00fcrdet.<\/p>\n<p>Oft sind das Lebensziele, die einem von Vertrauenspersonen oder der Gesellschaft aufgedr\u00fcckt werden. Dazu geh\u00f6ren Dinge wie: viel Geld verdienen, ein Eigenheim, eine Vorzeigefamilie besitzen, oder auch einem Idealbild zu entsprechen. Das alles darfst du gerne knicken, wenn es dich nicht erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Ich durfte hier einiges in die Tonne kloppen: Partnerschaft, Familiengr\u00fcndung, Geschlechterrollen. Das Haus habe ich gekauft, aber es ist mir relativ egal. Daran habe ich gemerkt, dass ich wahrscheinlich den Lebensabschnitt \u00abHaben\u00bb hinter mir lassen kann.<\/p>\n<p><b>Mein Tipp:\u00a0<\/b>Nimm dir genug Zeit, um diese Antworten konkret, tiefgr\u00fcndig, und emotional mit Bezug zu dir zu formulieren. Die Erwartungen deiner Freunde oder Familienangeh\u00f6rigen musst du nicht erf\u00fcllen.<\/p>\n<h4 class=\"style_h4\">2. H\u00f6re auf dein Herz<\/h4>\n<p>Der Verstand ist in bestimmten Lebensbereichen und -situationen ein wertvoller Berater. Leider habe ich f\u00fcr mich festgestellt, dass der Verstand mir zu oft verallgemeinert. Wenn es um den eigenen Lebensweg geht, sprechen wir von Gef\u00fchlen. Und Gef\u00fchle funktionieren nicht rational. Sie folgen somit einer anderen Motivation als dein Verstand.<\/p>\n<p><b>Mein Tipp:<\/b>\u00a0Hinterfrage deine Ziele auch mit dem Herzen. Vertraue deinem Bauchgef\u00fchl. Wenn dein Verstand und dein Gef\u00fchl nicht \u00fcbereinstimmen, finde heraus, warum das Ziel sich nicht stimmig anf\u00fchlt f\u00fcr dich. Wahrscheinlich stecken Glaubenss\u00e4tze dahinter, die du unwissentlich von deinem Umfeld \u00fcbernommen hast. Sollten hingegen Zweifel an deinen F\u00e4higkeiten dahinterstecken, dann lass dich nicht von ihnen stoppen. Wenn dir dein Ziel wichtig ist, findest du die Menschen, die dich unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4 class=\"style_h4\">3. Hinterfrage den Status Quo<\/h4>\n<p>Wenn du deine jetzige Situation hinterfragst, kommst du auf andere Gedanken. Viele Dinge tun wir, weil es schon immer so gemacht wurde. Jeder schleppt viele Altlasten mit sich herum. Ist es wirklich dein Leben, das du f\u00fchrst? Welche hinderlichen Glaubenss\u00e4tze halten dich davon ab, zufrieden zu sein? Die Welt \u00e4ndert sich. Wir \u00e4ndern uns. Auch deine Gedankenwelt darf sich ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p><b>Mein Tipp:<\/b>\u00a0Was mit 10 Jahren gepasst hat, stimmt nicht mehr bis ins hohe Alter. Auch zwischen 20 und 30 \u00e4ndert sich einiges. Es kann also gut sein, dass deine Meinung sich mit zunehmender Erfahrung wandelt. Passe auch dein Warum deinem heutigen Ich an. Sich zu ver\u00e4ndern ist gut und wichtig. Niemand zwingt dich, an alten Werten festzuhalten, wenn es dich unzufrieden macht.<\/p>\n<h4 class=\"style_h4\">4. Identifiziere deine Werte<\/h4>\n<p>Die pers\u00f6nlichen Werte bestimmen das Warum. Deshalb ist eine Selbstanalyse der eigenen Werte wichtig. Beispiele von Werten sind: Erfolg, Loyalit\u00e4t, Wachstum, Ehrlichkeit, Respekt, Harmonie, (finanzielle) Freiheit, Mut, Vitalit\u00e4t, Sicherheit, Abenteuer etc.<\/p>\n<p>Sobald man die wichtigsten Werte gefunden und in eine hierarchische Liste eingeordnet hast, werden die eigenen Lebensthemen oder Motive verst\u00e4ndlicher. Ein pers\u00f6nliches Warum darf nicht mit den eigenen Grundwerten kollidieren. Viel mehr ist das Warum die Konsequenz der eigenen Grundwerte.<\/p>\n<p><b>Mein Tipp:<\/b>\u00a0Falls du nicht weisst, wie du bei diesem Punkt beginnen sollst, beschreibe dein ideales Selbst. Wie w\u00fcrdest du gerne sein? Welche Charaktereigenschaften sind dir besonders wichtig? Eine Selbstbeschreibung deines Wunsch-Selbst sollte deine wichtigsten Werte abdecken.<\/p>\n<h4 class=\"style_h4\">5. Kreiere deinen pers\u00f6nlichen Horizont<\/h4>\n<p>Aus all den vorhergehenden Punkten wird eine pers\u00f6nliche Marschrichtung ersichtlich. Wie bei einer Wanderung erstreckt sich nun ein Horizont vor dir aus. Oft habe ich den Rat erhalten, eine Vision von meinem Leben zu erstellen. Leider passt das f\u00fcr mich aber nicht. Denn eine Vision ist immer eine Momentaufnahme. Was also, wenn ich sie verpasse? Habe ich dann versagt? Ich m\u00f6chte gerne nicht versagen.<\/p>\n<p>Deshalb habe ich mich entschieden, mit einem Horizont zu arbeiten. Der Horizont ist ein Ausschnitt an M\u00f6glichkeiten. Welche Chancen sich mir durch Zufall er\u00f6ffnen, kann ich in einer Vision nicht ber\u00fccksichtigen. Bei der Vorstellung eines Horizontes, bekomme ich Freiheit. Ich kann meine Ausrichtung leicht korrigieren und weiss doch, dass ich ein Leben lang besch\u00e4ftigt bin.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr Spuren m\u00f6chtest du auf dieser Erde hinterlassen? In welche Richtung sollen sie k\u00fcnftige Wanderer f\u00fchren?\u00a0<b>Dieser Horizont ist dein Warum.<\/b><\/p>\n<p><b>Mein Tipp:<\/b>\u00a0Mach dir nicht zu viele Sorgen, wenn dein Warum nicht unmittelbar in einem weltbewegenden Ziel m\u00fcndet. Jeder von uns tr\u00e4gt zu der Gesellschaft bei. Mit den Erkenntnissen dieser f\u00fcnf Tipps wirst du garantiert bessere Entscheidungen f\u00fcr dich treffen k\u00f6nnen und selbstbewusst mit einem \u00abNein\u00bb antworten, bevor dir ein fremdes Ziel zu viel Lebenszeit geraubt hat.<\/p>\n<h2 class=\"style_h4\">Fazit<\/h2>\n<p>Ich habe dank meinem Horizont neuen Mut gesch\u00f6pft und viel Energie freigesetzt, die ich vorher f\u00fcr die Aufrechterhaltung vom sch\u00f6nen Schein verbraucht habe. Ich bin nun mehr die Person, die ich sein will. Ich gehe meinen Weg. Das ist eine tolle Sache.<\/p>\n<p><b>Dennoch ein Wort der Warnung:<\/b>\u00a0Der Bruch mit alten Gepflogenheiten kann f\u00fcr Irritationen sorgen. Einige Leute, die mir nahestanden, sind nicht mehr Teil meiner Reise. Das ist schade, doch es ist in Ordnung.<\/p>\n<p>Selbstverantwortung hat auch seine Schattenseiten. Das kann schmerzhaft sein. Langfristig sind es aber auch Kontakte, auf die ich verzichten kann. Diese Personen haben eine Weltanschauung, die sich zu sehr von meinem Horizont unterscheiden. Ich bin dankbar f\u00fcr die sch\u00f6nen Erinnerungen mit ihnen. Ich w\u00fcnsche diesen Menschen ein zufriedenes Leben.<\/p>\n<p>Bitte lasst euch nicht von solchen Einzelpersonen aufhalten. Wenn eine Freundschaft nur zu den Bedingungen einer Partei gef\u00fchrt werden kann, ist es keine echte Freundschaft. Freundschaft braucht Toleranz. Zieht weiter, wenn ihr die nicht erhaltet.<\/p>\n<p>Im Gegenzug daf\u00fcr findet ihr neue Leute, die euch eine St\u00fcck auf der Reise begleitet und die besser zu euren momentanen Lebenszielen geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bis zum n\u00e4chsten Mal<\/p>\n<p>Euer Reggy<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir alle haben grosse Tr\u00e4ume. Tr\u00e4ume, die sich gegenseitig ausschliessen. 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